DANKBARKEIT - ein Blick zurück auf dieses Jahr in Schweden

Was eine Sommerfreizeit ausmacht, kann man schlecht beschreiben, das muss man erleben - oder Laras sehr persönlichen Eindruck vom letzten Sommer lesen:

 

Dankbarkeit: Das ist eines der ersten Worte, welches mir bei dem Gedanke an die Reise in den Sinn kommt. Hätte ich das zuvor gedacht? Wahrscheinlich nicht.

Stell Dir vor: Du stehst spät abends in Fallersleben, weißt nicht mal richtig, wo Du Dich befindest, kennst die anderen Leute kaum und sollst Dich in wenigen Minuten auf eine eineinhalb Wochen lange Reise begeben. Wie ist Dir zu Mute?
Sicherlich bist Du aufgeregt, und das bestimmt nicht wenig, immerhin bist Du nun erstmals von Zuhause und Deinem gewohnten Alltag weg. Doch mischen sich auch Vorfreude und zugleich auch Unbehagen dazu. Wie werden die nächsten Tage? Wie sind die Leute hier? All das beschreibt den ersten Moment ziemlich gut, doch sie hindern einen keineswegs daran, einzusteigen.

Was dann folgte, war eine Zeit voll wunderschöner Momente. Höhen und auch Tiefen und das wirklich Tolle ist, dass wir durch all diese gemeinsam gegangen sind. Von Anfang an verstanden wir uns alle super, und schnell wurden die ersten neuen Freundschaften geschlossen. Wir als Gruppe sind so sehr zusammengewachsen, dass kein Einzelner von uns sagen könnte, wie es vor der Freizeit war! Ob das gemeinsame Kochen, das Musik machen oder die vielen Ausflüge, alles konnten wir mehr als genießen, selbst wenn es ums Putzen ging.
Und warum? Weil wir mittlerweile mehr als nur Bekannte waren!

Das „Hauptthema“ unserer Reise, welches sich wie ein roter Faden durch jeden Tag schlängelte, war Glück.

Mit Glück kann jeder etwas anfangen, doch für jeden ist und bedeutet es etwas anderes. In kleinen Gruppen oder mit allen zusammen haben wir uns oft darüber ausgetauscht.

Wir konnten die Bedeutung und das Gefühl für dieses besagte Glück völlig neu für uns finden. Wir haben alte Erinnerungen aus unserem Gedächtnis hervorgeholt, geweint, gelacht und neue Momente für die Ewigkeit geschaffen. Wenn wir uns in einem sicher sein können, egal wie unterschiedlich jeder Einzelne empfindet, dann darin, dass wir die Erfahrung von einem ganz besonderen Glück gemacht haben. Dieses Gefühl, und das sage ich von ganzem Herzen, wünsche ich jedem auf der Welt! Gerade gegen Ende haben einige von uns immer wieder gesagt, dass wir wie eine große Familie geworden sind. Man wusste nicht nur, wer der andere war, man kannte denjenigen. Jeder aus unserer Gruppe konnte er selber sein, niemand musste sich verstellen und jeder war auf seine eigene unperfekte Weise perfekt.

Akzeptanz und Toleranz sind an diesem Punkt zwei ganz bedeutsame Worte gewesen. Ob Gespräche über Glück, Glaube, Schicksalsschläge oder sonstiges, jederzeit hatte jemand ein offenes Ohr für einen. Allein sein? Das ist etwas, das es bei uns kaum gab und ich denke das ist das, was uns so zusammengeschweißt und geprägt hat!

Als wir wieder in Wolfsburg waren, brach einigen von uns sicherlich das Herz. So schnell sollte das alles also schon wieder vorbei sein? Nicht mit uns! Auch wenn alle wieder in ihren Alltag zurück fanden, so tragen wir doch weiterhin das Gefühl von Wärme, Sonnenschein und Geborgenheit in uns. All die Erinnerungen, die wir dank des tollen Ortes und unserer Gemeinschaft machen durften, werden immer in unserem Herzen bleiben.

Text: Lara Traupe

Bild: David Mertins